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12.03.2020 | News

Weniger Ausschuss beim Walzen

Mit der mecorad GmbH zieht ein innovatives Start-upaus Köln ins TCC

Das Führungsteam der mecorad GmbH. Foto: Frank Reipen
Das Führungsteam der mecorad GmbH. Foto: Frank Reipen
Wer Stahl unter Wärmeeinwirkung zu Blechen walzen will, muss enorme Energien einsetzen: Ein durchschnittliches Warmwalzwerk verbraucht im Jahr etwa so viel Energie wie eine mittelgroße Stadt, weiß Dr. Mark Banaszak, Geschäftsführer der mecorad GmbH. Das Problem nur: ein guter Teil der Energie wird mehr oder weniger verschwendet, weil die Qualität eines Walzvorgangs eigentlich erst dann überprüft werden kann, wenn er abgeschlossen wurde. „Wer die Qualität noch während des Walzens messen will, muss mit extremen Bedingungen klarkommen: Hitze von bis zu 1.200 Grad, jede Menge Staub, Nebel aus der Kühlung und starke Vibrationen“, so Banaszak. Zustände, in denen herkömmliche Messmethoden zumeist an ihre Grenzen stoßen – die Folge: nicht wenig Ausschuss, der eingeschmolzen und neu verarbeitet werden muss.

Die mecorad GmbH kann dieses Problem lösen – mit einer hochflexiblen und dabei im Mikrometerbereich genauen Messmethode, die in Zukunft dem Walzwerk noch während des Prozesses Optimierungslösungen aufzeigen soll – mit integriertem Machine Learning. Mecorad misst die Breite, Dicke und Länge von warmgewalztem Stahl unbeeinflusst von den Umgebungsbedingungen innerhalb der Verarbeitungslinie in Echtzeit. „Unsere serverbasierte Architektur und Anwendungen bieten höchste Produktqualität, Kostenreduzierung und Konnektivität für die Anwendungsfälle unserer Kunden“, erklärt Banaszak. Auch für die Umwelt sei dies durch den gezielteren Einsatz von Energie ein großer Vorteil – zwei bis drei Millionen Tonnen Kohlendioxid-Ausstoß pro Jahr könnten vermieden werden, würde das mecorad-System europaweit eingesetzt, hat das Team berechnet.

Bislang hatte das Unternehmen seinen Sitz in Köln. Doch im vergangenen Jahr qualifizierte sich die mecorad GmbH als eines von drei jungen Unternehmen für die Aufnahme ins TUClab von TU Chemnitz und Sächsischer Aufbaubank. So stand in den vergangenen Monaten ein Umzug im Plan – hinein ins „Start up“-Gebäude der TCC GmbH. Doch nicht nur der Preis verbindet das junge Unternehmen mit der Stadt: Wie schon in der Vergangenheit will mecorad auch künftig intensiv mit dem Fraunhofer Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU in Chemnitz zusammenarbeiten.

 
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