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12.04.2019 | News

Kapital für Kameras

TGFS beteiligt sich an Chemnitzer Start-up 3dvisionlabs GmbH

3dvisionlabs hat eine 180-Grad-3D-Kamera entwickelt. Foto: Lars Meinel.
3dvisionlabs hat eine 180-Grad-3D-Kamera entwickelt. Foto: Lars Meinel.
Für die 3dvisionlabs GmbH beginnt das Jahr 2019 mit einer guten Nachricht: Der Technologiegründerfonds Sachsen (TGFS) beteiligt sich am Unternehmen, das im August 2017 aus der TU Chemnitz heraus gegründet wurde und im „Start up“-Gründerzentrum seinen Sitz hat. 3dvisionlabs hat eine neuartige 3D-Kamera-Technik entwickelt: In einem Gerät sind jeweils drei extrem weitwinklige Kameras sowie eine Echtzeit-Analyse für die aufgezeichneten Informationen verbaut. Die Kombination – HemiStereo genannt – ermöglicht einerseits die Beobachtung auch großer Räume mit nur einem Gerät, andererseits die Auswertung der Daten vor Ort ohne Nutzung etwa von Cloud-Diensten. Integriert man HemiStereo beispielsweise in Smart Home-Anwendungen, bleibt die Privatsphäre der Nutzer geschützt – es sei denn, Notfälle treten ein, in denen Ärzte oder andere helfende Hände gefordert sind.

Genau solche Anwendungsszenarien aus dem Bereich der intelligenten Systeme zur Erfassung und Analyse von Personen waren der Ausgangspunkt für die drei Gründer der 3dvisionlabs GmbH, Dr. Michel Findeisen, Lars Meinel und Markus Heß. An der Professur Digital- und Schaltungstechnik der TU Chemnitz forschten die drei Gründer zu technischen Möglichkeiten fürs Ambient Assistant Living – damit ältere Personen möglichst lang im eigenen Haushalt wohnen können. Da sie keine passgenaue Kameratechnik fanden, haben sie sie selbst entwickelt. Mithilfe eines EXIST-Gründerstipendiums prüften sie zunächst weitere Anwendungsszenarien und mögliche Geschäftsmodelle – um dann eine Unternehmensgründung zu wagen. Die Auszeichnung mit dem „Start up“-Paket für Unternehmensgründer, vergeben von der Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungs GmbH, der Technologie Centrum Chemnitz GmbH, der Volksbank Chemnitz e.G. und der C³ Chemnitzer Veranstaltungszentren GmbH, war im Herbst 2017 ein erster Hinweis, dass die Idee erfolgsträchtig sein könnte.

Der Einstieg des TGFS ermöglicht es dem Unternehmen nun, die ausgereiften Prototypen in den Markt zu bringen: Erste Pilotkunden und Partner testen das aktuelle Modell derzeit intensiv in neuen Anwendungen. So erkennt der Sensor bereits Gefahren in SB-Bereichen einer Bank in Karlsruhe oder Diebstähle in einer Berliner Filiale einer großen Supermarkt-Kette. Mit dem Kapital des TGFS will 3dvisionlabs zunächst Personal in Vertrieb und Entwicklung aufbauen, um in mehreren Pilotprojekten die wirtschaftlichen Vorteile der neuen Technik zu beweisen. Außerdem soll die erste kommerzielle Serienversion des Produktes in den Markt eingeführt werden.

Thomas Dörffel vom TGFS sagt: „Wir freuen uns, mit 3dvisionlabs ein junges und chancenreiches Unternehmen zu unterstützen, das sich mit der neu entwickelten, ominidirektionalen 3D-Umfelderkennung ‚HemiStereo‘ den Herausforderungen stellt, das maschinelle Sehen in Verbindung mit Künstlicher Intelligenz grundlegend zu erweitern.“ 3dvisionlabs passt dabei genau ins Portfolio des TGFS: Zielunternehmen sind junge, innovative, technologieorientierte Gründer und Unternehmen mit Sitz oder Betriebsstätte in Sachsen, die den Branchen ITK, Halbleiter- und Mikrosystemtechnik, Medizintechnik, Life Science, Umwelt- und Energietechnik sowie Neue Medien angehören. Der Fonds stellt Beteiligungskapital für die Seed- und Startup-Phase zur Verfügung, er wurde 2008 mit einem Volumen von 60 Millionen Euro aufgelegt und im März 2016 auf mehr als 124 Millionen Euro aufgestockt.
 
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