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29.04.2020 | News

Virtuell erklären, was man real nicht zeigen darf

Weil Fachmessen ausfallen, muss NOVAJET seine Technologie per Video erklären – und setzt dabei auf Zusammenarbeit mit VRENDEX

Entstanden ist die virtuelle Darstellung der Technologie gemeinsam mit VRENDEX.
Entstanden ist die virtuelle Darstellung der Technologie gemeinsam mit VRENDEX.
So hat sich das Start-up NOVAJET den Sprung in die geschäftliche Selbstständigkeit nicht vorgestellt: Im September 2019 gehörte das dreiköpfige Gründerteam zu den Siegern des zweiten TUClab-Wettbewerbs und wurde dadurch in das Start-up-Förderprogramm der TU Chemnitz und der Sächsischen Aufbaubank aufgenommen: Startkapital, der Zugang zu Mentoren und den Netzwerken der TU sowie eine räumliche Basis im „Start up“-Gebäude der Technologie Centrum Chemnitz GmbH gehören zu den Goodies des Wettbewerbs.

NOVAJET hatte sich mit einem Geschäftsmodell beworben, das ein neues Fertigungsverfahren im Bereich der Wasserstrahltechnik gewinnbringend einsetzen will. Mit seiner Präzision, Leistungsfähigkeit und flexiblen Einsatzfähigkeit setzt der sogenannte Suspensionsstrahl neue Maßstäbe und erweitert damit das Spektrum der materialabtragenden Fertigungsverfahren. „Die an der Professur Werkzeugmaschinenkonstruktion und Umformtechnik der TU Chemnitz im Rahmen eines EXIST-Forschungstransfers bis zur Vorserienreife entwickelte Anlagentechnik ermöglicht völlig neue Bauteil-Geometrien im Bereich der Präzisionsbearbeitung von konventionellen und Hochleistungswerkstoffen, wie technischen Keramiken, Hartmetall oder Faserverbundwerkstoffen“, berichtet Stefan Seidel, Mitgründer und technischer Leiter von NOVAJET.

Und damit wollte man im ersten Halbjahr 2020 so richtig durchstarten: Die Markteinführung der Suspensionsanlagen sollte eigentlich in der letzten Aprilwoche auf der Cutting World 2020 in Essen erfolgen. Dies ist die einzige und erste Fachmesse, die die gesamte Prozesskette zum Thema Schneiden fokussiert „Da wir im März unsere Geschäftstätigkeit aufgenommen haben, wäre das für uns der ideale Zeitpunkt gewesen, um potenziellen Kunden unsere Lohnfertigung sowie Kaufinteressenten unsere Anlagentechnik näherzubringen“, so Seidel: „Unsere Anlagen sind zugegebenermaßen nicht selbsterklärend. Da die Wasserstrahltechnik seit den 1980er Jahren in der industriellen Fertigung eingesetzt wird, kommt schnell die Frage auf, was wir anders machen. Und genau hier ist der direkte Kundenkontakt von elementarer Bedeutung“, erklärt er. Doch habe die Corona-Pandemie und die damit verbundene Absage der Messe die Markteinführungsstrategie völlig auf den Kopf gestellt, sagt NOVAJET-Geschäftsführer und Mitgründer Markus Dittrich: „Wir mussten schnell alternative Marketingkanäle finden.“

Hier konnte das junge Unternehmer auf einen „Nachbarn“ im TCC zurückgreifen: „Mit dem Start-up VRENDEX haben wir innerhalb weniger Wochen eine Visualisierung unserer neuen Werkzeugmaschine umgesetzt“, freut sich Dittrich: „So können wir nun auch zu Zeiten der Messe-Absagen unsere Anlagentechnik öffentlichkeitswirksam vermarkten und die Technologie potentiellen Anwendern virtuell und aus der Ferne näher bringen.“ Das Ergebnis ist ein 90-sekündiger Videoclip, der die NOVAJET-Technologie und die erste Ausbaustufe der Anlagentechnik veranschaulicht. Die Maschine wird so nahezu begehbar. „Wir werden das Video nun in die Kommunikation mit potenziellen Kunden einbeziehen“, so Dittrich.

Die Zusammenarbeit bei der Konzeption und Erstellung des Videos erfolgte vor allem digital, um den Beschränkungen in den letzten Wochen gerecht zu werden. „Auch ohne Vor-Ort-Präsentationen hat alles super funktioniert, da wir seit Gründung unserer VRENDEX GmbH die Themen Home-Office und digitales Zusammenarbeiten stark forciert haben und daher die Umstellung nicht groß war“, sagt Manuel Dudczig, Mitgründer und Geschäftsführer von VRENDEX. Die Visualisierung einer noch nicht fotografierbaren Maschine mit Blicken in technologische Prozesse sei eine der Kerndisziplinen seiner Firma. „Wir wollen die Realität für unsere Kunden erweitern – dies hat auch im Videoprojekt mit NOVAJET sehr gut funktioniert“, fasst er zusammen.

„Solche Synergien zu heben, ist kennzeichnend für Unternehmen in Technologie- und Gründerzentren“, weiß Jens Weber, Geschäftsführer der Technologie Centrum Chemnitz GmbH: Gerade junge – und damit auch in den personellen Ressourcen beschränkte – Unternehmen brächten nicht jede Kompetenz gleich mit, träfen an solchen Standorten aber regelmäßig Unternehmen in ähnlichen Situationen, mit denen sie sich sinnvoll ergänzen: „Nicht zuletzt forcieren auch wir als TCC die Kontakte unter unseren Gründern, sei es durch regelmäßige Veranstaltungen wie unser Gründerfrühstück oder die Angebote im Gründerberaternetz Chemnitz, sei es durch einen kurzen Tipp.“  (mit PM TU Chemnitz)

 
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