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15.02.2021 | News

Eine ausgezeichnete Idee

Die cloudbasierte Software von CBApply macht Lieferketten zuverlässiger, schneller und nachhaltiger

Geschäftsführer Dr. Helmut Geilert (r.) und René Schädlich, Marketing & Sales-Verantwortlicher
Geschäftsführer Dr. Helmut Geilert (r.) und René Schädlich, Marketing & Sales-Verantwortlicher
Eine neue Fabrik soll entstehen. Unter anderem daran beteiligt: der Auftraggeber, ein Planungsunternehmen, ein Maschinenbauunternehmen, Material- und Teilezulieferer, Brand- und Arbeitsschutzexperten ebenso wie Spezialisten für Böden, Wände, Sanitäranlagen. Alle Beteiligten brauchen nun eine Übersicht über ihre Aufgaben, deren Status und deren Zeitplan. All dies wird in aller Regel in jedem der beteiligten Unternehmen separat mithilfe einer Software verwaltet, die nur durch dieses Unternehmen gekauft, gemietet oder geleast wurde.

Auf dem Markt fehlte bisher eine Softwarelösung, um alle Abläufe unternehmensübergreifend gemeinsam zu planen, durchzuführen und einen Überblick über den aktuellen Arbeitsfortschritt zu haben, sagt Dr. Helmut Geilert, Geschäftsführer der CBApply GmbH, die zum 1. Februar in das TCC-Gründerzentrum an der Annaberger Straße eingezogen ist. Vor allem gab es bisher keine technische Lösung, die Informationen und Arbeitsbereiche ausschließlich jenen zur Verfügung stellt, die sie auch benötigen und zu Gesicht bekommen sollen, so Geilert. Schließlich gehe es gerade bei Projekten wie Fabrikbau oft um Geheimhaltung. Die Gründer – neben Helmut Geilert auch der Marketing- und Vertriebsverantwortliche Rene Schädlich – haben deshalb eine cloudbasierte Software entwickelt, die all das kann. 30 Projekte haben Geilert und Schädlich bisher auf dieser Basis betreut – bislang nebenberuflich. Ihre Erfahrung hat gezeigt: Mithilfe seiner Software kann das Team von CBApply individuelle Lösungen schaffen, die es den Kunden ermöglichen, bei ihren Projekten bis zu 50 Prozent Zeit zu sparen und dabei bis zu 30 Prozent mehr Umsatz zu generieren.

Doch die im Abonnement verfügbare Software von CBApply kann noch viel mehr als das oben genannte: Das Flaggschiffprodukt, der CBACoordinator, kann die gesamte Lieferkette optimieren, von der Ausschreibung der Aufträge über das Erstellen und Abgleichen der Lieferkette bis zum fertigen Produkt. Eine Künstliche Intelligenz (KI) hilft dabei, die richtigen Partnerunternehmen zu finden. Ihre Kriterien sind nicht nur kommerzieller Art (Preis, Liefertreue, Qualität). Auch Nachhaltigkeitskriterien lernt die KI immer besser kennen, das bedeutet für die Gründer von CBApply: Umweltfreundlichkeit, Energieeffizienz, sparsame Ressourcennutzung und Fair Trade.

Um diese in den CBACoordinator einfließen zu lassen, gilt es, Kennzahlenindikatoren für Nachhaltigkeitsziele zu berechnen. Im September vergangenen Jahres war CBApply deshalb auf dem Global Goals Jam der Uno in Dresden, um sich mit Nachhaltigkeitsfachleuten auszutauschen. Um neutrale Einschätzungen zu erhalten, ob Unternehmen im Ausland etwa Kinder beschäftigen, werden in Zukunft beispielsweise Einschätzungen von Nichtregierungsorganisationen vor Ort mit eingerechnet. Bei künftigen Projekten wird der CBACoordinator zeigen, wo in der Lieferkette es an Nachhaltigkeit hapert und wie ein Vorhaben für zum Beispiel 3 Euro Mehrkosten nachhaltiger werden kann. Bereits für die Idee des CBACoordinators wurde CBApply im Dezember 2020 vom Sächsischen Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft in der Kategorie „innovativ“ mit dem „Zukunftspreis für Energie, Klima, Umwelt in Sachsen“ ausgezeichnet.

Im TCC an der Annaberger Straße wird nun an der Umsetzung der preisgekrönten Idee gearbeitet. Für Helmut Geilert war von vorn herein klar, dass das Start-up in das TCC ziehen würde. Er sagt: „Das TCC ist für mich der Inbegriff hoher Gründungskultur.“ Neben der sehr guten Verkehrsanbindung, IT-Netz-Qualität und den Preisen überzeugt ihn vor allem, dass es im TCC gelingt, mit vielen innovativen Unternehmen in Kontakt zu treten. In einem normalen Bürohaus wäre dies seiner Erfahrung nach nicht möglich.

Gute Voraussetzungen also für das derzeit fünfköpfige Unternehmen. Doch die Aufgabe, die sich das Team gesucht hat, ist groß. „Wir haben ein richtig dickes Brett vor uns“, so die Einschätzung von Helmut Geilert. Dafür sucht CBApply Personal: Softwareentwickler, die bereits mit KI gearbeitet haben oder dies in Zukunft tun wollen, sowie Angestellte im Business-to-Business-Vertrieb und -Marketing.

 
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